DIE STADT AM FLUSS

Alle blicken nach vorne auf den Altar, einen mächtigen Betonitblock. Rote Tücher, bestickt mit dem Symbol der Stadt in unzähligen feinen, metallischen Fäden, hüllen ihn ein. Links daneben steht eine goldene, reich mit geometrischen Ornamenten verzierte Tonne. Das Augenfälligste ist jedoch das übermannshohe Zeichen aus schwarzen Holzbalken hinter dem Altar, das alles auftreffende Licht schluckt, als habe man es in diese gelbe Flut aus glitzernden Lichtreflexen eingebrannt.
     Zunehmend wird es still. Nur noch vereinzelt ein Husten oder Räuspern. Unten zwischen all den goldenen Rücken der Frauen erkenne ich sofort den von Claudia; er ist halb bedeckt von dem strohblonden Schimmer ihrer Haare, der all den Glanz um sie herum stumpf und fahl erscheinen läßt; als sei er weit mehr wert als alles Gold der Welt.

Cover Roman - Die Stadt am Fluss

Exposé:

Mitteleuropa ist nach der von Krieg und Krankheit geprägten Wilden Zeit in unzählige Kleinstaaten zerfallen, die kaum allein überlebensfähig sind. Hunderte Jahre von Chaos sind vergangen, als sich langsam eine neue Kultur aufbaut. Vier Studenten reisen in diese ferne Zukunft und lernen die Stadt Tralûna kennen, die sich leuchtend weiß am Ufer des Heiligen Flusses aus einer fast unberührten Naturlandschaft erhebt. Aber wo sind sie? Ist es ein Ort, den sie einst kannten? Doch die Antwort erscheint fast unwichtig gegenüber einer ganz anderen Frage der Menschheit, der Frage nach der wahren Liebe, deren Antwort in der Flucht aus der Realität zu liegen scheint…

 

Weiter zur Info:

Meinen ersten Roman "Die Stadt am Fluß" mit einer Mischung aus Science-Fiction, Fantasy, einer bizarren Erotik aber auch einem schonungslosen Realismus habe ich mit 26 fotorealistischen Bleistiftzeichnungen illustriert, in deren Mittelpunkt eine imaginäre Frauenfigur steht. Das erste Konzept zu dem Buch entstand bereits Mitte der 80er Jahre, die Umsetzung erfolgte dann ab 1993 und dauerte noch einmal 20 Jahre.

 

Ob es sich bei dem Roman wirklich um einen reinen Science-fiction handelt, sei dahingestellt, man könnte dieses Buch durchaus auch in das Genre Gegenwartsliteratur einordnen.

 

Da ich den Roman bereits 1993 angefangen habe, ist er konsequent nach den alten Rechtschreibregeln zu Ende geschrieben. Wobei, wirklich konsequent? Die Handlung spielt in knapp 800 Jahren, und da hat sich die Sprache mit Sicherheit auch verändert, aber vielleicht nicht so, wie manch einer es gerne hätte...

 

ISBN 978-3-7322-4099-9, Hardcover, 400 Seiten, 26 Illustrationen - 27,99 Euro


ISBN 978-3-7322-9976-8, Taschenbuch, 400 Seiten, 26 Illustrationen - 19,99 Euro